Der Froschkönig

Aus der Reihe „Schmidts Märchen“ 😉

Ein Bote überbrachte einen weitgereisten Karton aus Amazonien. Man sah dem Paket die Strapazen der langen Reise an – das arme gequälte Stück Pappe hatte etliche Blessuren davongetragen und es jammerte … oder war das doch eher der Inhalt, der polterte und rief?

Ich fasste mir ein Herz und durchtrennte mit drei exakten Schnitten das Klebeband, schon öffnete sich der Deckel und etwas Grünes quakte mich unfreundlich an: „Das wurde aber auch Zeit! Mich – King Krawanski – so zu behandeln …“

Ich: „Hallo erst Mal!“

Krawanski: „Ich habe keine Zeit für solche Förmlichkeiten – Küss mich!“

Ich: „Wie bitte? Das ist jetzt nicht Dein Ernst!“

Krawanski: „Ich bin ein verwunschener Prinz. Wenn Du mich küsst ist der Bann gebrochen und Dein Reich gehört mir!“

Ich: „Nee danke, die Kröte schlucke ich nicht, Herr Krawanski. Einen Prinzen brauch ich nicht und eigentlich bin ich ganz froh, mein Reich mal gerade wieder für ein paar Stunden am Tag für mich zu haben – da küss ich ganz bestimmt keine frech vor sich hin quakenden dicken Kröten. Aber wenn Du geduldig wartest, vielleicht kannst Du dann heute Abend jemand anderen von der Familie zu ’nem Krötendeal überreden.“

Krawanski zeigte sich wenig begeistert, sitzt seitdem ärgerlich in seinem lädierten Karton und nörgelt vor sich hin – kein Wunder, dass man ihn in Amazonien loswerden wollte. Mal sehen, ob sich hier irgendwann noch irgendjemand findet, der den …

King Krawanski

… küsst und ihm Asyl gewährt …

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