Soulige Aussichten im Sektor

Ich hatte es schon mal geschrieben … doch frau kann es wirklich einfach nicht oft genug schreiben: Stefan Gwildis findet nach langer, langer … viel zu langer Zeit mal wieder nach NRW.

Zwar fällt das für Wuppertal angekündigte Bahnhofs-Konzert aus technischen Gründen vorerst leider aus, aber es gibt ja noch den Termin in Bonn, der gar zu verheißungsvoll lockt:

  • Fr., 3. Juni 2011, 20:00 Uhr, „Quatsch keine Oper“ im Opernhaus Bonn, Stefan Gwildis „anplackt – zwei Gitarren und ein Cello“

Gwildis anplackt haben wir schon dreimal erlebt – jedes Mal in einer anderen Besetzung und einmal sah das Cello – wenn ich mich recht erinnere – eigentlich eher wie ein Bass aus. 😉 Alle diese Konzerte hatten ihren ganz persönlichen Charme, und wir wurden mit unvergesslich beseelten Momenten sowie reichlich Lachfalten beschenkt.

Eines ist gewiss, Gwildis wird bestimmt wieder jede Menge Opern quatschen …

(Der eigentliche Song beginnt selbstverständlich erst bei 3:30!)

Und anplackt heißt immer auch Reise quer durch die CDs bis hin zu gwildischen Anfängen. Da wird so manches ausgegraben, was dem ein oder anderen Gwildis-Freund evtl. unbekannt ist – hin und wieder Bonzos oder sogar Sulos …

Es ist ein Stück weit leiser und jazziger, als wenn er mit seiner Band oder gar dem Komplett-Verwöhn-Programm (mit Gebläse und Ladies) umherzieht, aber nicht weniger „erfreulich“.

Lassen wir uns also überraschen, wer oder was unserer Soulstimme dieses Mal bei seinen launigen Eskapaden zur Seite steht.

Ja, und wer an diesem Abend auch auf den Geschmack kommt oder evtl. weiter südlich wohnt, kann Stefan Gwildis mit Band tags drauf, am Samstag, 4. Juni 2011, beim Stadtfest „Emmes“ in Saarlouis erleben.

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4 Kommentare zu “Soulige Aussichten im Sektor

  1. Alfred Schmidt

    Wieso muss man weiter südlich wohnen für nach Saarlouis zu pilgern ? Südlich von was ? Südlich vom Polarstern ? Na dann wohn ich ja weit genug südlich um meinen Gaul
    ungestraft zu satteln. Aber seit gewiss, es ist was ganz anderes was mich auf den Pilgerpfad treibt, warum ich unbedingt da sein will und wissen will wie sich das anfühlt.
    Nehmt Euch auch die Zeit. S kost kein Eintritt als Belohnung für die Pilger des Soulsorgers.

    • Ach Alfred, Du schon wieder … der letzte Satz galt doch eher nicht für untherapierbar Gwildis-Infizierte. 😉
      Ich wünsch Dir auf jeden Fall ’ne gute Pilgerfahrt, immer ’ne Handbreit Asphalt unter den zwei Rädern und ganz viel Soul auf die Ohren. Das weitere Musikprogramm drumherum klingt übrigens auch nicht schlecht!
      Mal schauen, ob wir unsere Trägheit und die Löcher im Overather Asphalt überwinden können und uns auch auf den Weg machen. Das kann ich allein nicht entscheiden. Aber ich befürchte, dass das Anplackt-Konzert am Freitag wieder mal nicht sättigt sondern nur neuen Heißhunger verursacht …
      Lieben Gruß
      Eva

  2. Alfred Schmidt aus Wienhausen / Aller

    Neues Spiel ?

    Saarlouis liegt nun schon ein paar Tage hinter uns, aber es wirkt wie an dem Abend
    mit Blitz und Donner. Wenn es in den letzten Jahren mal so eine Gwildisation unter freiem Himmel und eintrittskostenfrei gab hab ich immer mit Freuden mein rotes japsonesisches Pferd mit Gummihufen gesattelt bin hingefahren und hab mit den Jüngern des Soulsorgers auf der Bühne und ihrem Pilgerchor vor der Bühne mein Riesenvergnügen gehabt. Anschließend den Rückweg, beseelt durch die Nacht reitend heim zu meinen Lieben. Nach Saarbrücken, Aachen, Bad Kreuznach und und und. S hatte schon was von Ritual. Aber immer wissend das es erbaulich sein wird.

    Nun gabs so einen Gig in Saarlouis. Nach den ganzen traurigen, auf- und anrührenden Ereignissen seit Februar wars diesmal ganz anders. Das der Soulversorger für solche Auftritte zwischen Tourneen, wenn aus der Stammbesetzung mal einer keine Zeit hatte, aus dem anscheinend unerschöpflichen Reservoir der Topmusiker aus seinem hamburger Umfeld immer wieder feine überraschende Besetzungen zauberte machte die Touren besonders spannend, weil sich dadurch immer schöne Interpretationen von Nummern die seit Jahr und Tag bekannt waren ergaben.

    Saarlouis stand unter einem ganz anderen Stern. Das erste Mal die Band ohne den Mann aus Berlin, Mr Hammond, Rhodes, Wurlitzer, Piano, Schifferklavier und so vielem mehr. Das erste Mal nie wieder. Zum Glück kam vorher die Nachricht, dass ein paar vertraute Pilger aus dem Bergischen sich auch auf den Weg an die Saar machen wollten. Wenn man ins Ungewisse startet ist es ein guter Gedanke wenn man weiß, dass im Ungewissen Vertraute bei einem sind, mit denen man nicht viel reden muss, mit denen man sich wortlos versteht.

    Dann standen wir ziemlich vorn an der Rampe. Spannung bis zum geht nicht mehr was für eine Mannschaft aufläuft. Da wo sonst Hammond stand liefen Michi Leuschner mit seiner Trompete und Jon Welch mit seiner Posaune auf. Die sind das Gebläse aus der aus der MARK 1 Besetzung des grossen Soulorchesters. Der Sound war grottig, um uns reichlich Südwestler die das Stadtfest zum ganz persönlichen Promillerekord genutzt hatten. Aber der Funke sprang über. S war eine Soulevangelisation erster Güte ! Hammertrompete und Hammerposaune und ja alles HERRLICH. Alle Titel mitgesungen, Kiste geschüttelt und was man sonst im Chor noch tun muß wenn s geil is. Zum ganzen Vergnügen noch n neuen Privatrekord: dicke 1200km Hau Ruck mit m Mopped für knapp anderhalb Stunden Konzert mit allergrösstem Vergnügen.

    Er wird in unseren Herzen und Köpfen bei jedem Konzert dabeisein. Aber die Musik
    lebt weiter. Das warme Gefühl von Gemeinsamkeit bei der Versoulsorgung mit netten freundlichen Pilgern ist geblieben. Und das ist gut.

    Alf aus Wienhausen / Aller (Soulpilger mir großer Reichweite)

    • Danke für deinen Bericht, Alfred! Es war gut, neben Dir wortlos verstehend im großen Chor im Regen tanzend zu singen.

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