2013 – im Zeichen des Jazz

Die Astrologen lesen die Zukunft in den Sternen und meinen, dass dieses Jahr 2013 im Zeichen des Mondes steht. Sie verheißen uns ein Jahr tiefer Gefühle, Inspiration, Intuition und besonderer Eingebungen.

Ich lese dagegen Zukünftiges lieber in den Tourplänen gern gehörter und gesehener Künstler oder in Programmankündigungen gern besuchter Musentempel, und diese Quellen verheißen mir ein Jahr 2013 im Zeichen des Jazz, was sicherlich ebenfalls tiefe Gefühle, Inspiration, Intuition, Eingebungen und zusätzlich reichlich Improvisation verspricht:

  1. Nils Wülker ist seit ein paar Tagen mit seiner Band und neuem Album on tour und ich werde versuchen, wenigstens noch einen der viel zu seltenen Termine zu erwischen. „Just here, just now“ heißt sein neues, vergangenen Herbst erschienenes Album  – ein sensibles musikalisches Werk, das mich bei jedem Hören erneut ganz tief in seinen Bann zieht.
  2. Melodisch swingend ist Singer/Songwriter Jonathan Jeremiah im März auf den Bühnen Deutschlands live zu erleben. (Ein musikalischer Tipp der jüngeren Generation hier im Hause.)
  3. Stefan Gwildis arbeitet derzeit mit der NDR-Bigband an einem Jazzalbum. Ein paar Live-Termine dieser soul-jazzigen Verbindung konnte ich schon im weiten Netz entdecken. Alle natürlich erstmal sehr weit nördlich. Ich hoffe aber, dass Soulbruder Gwildis und die NDR-Bigband den Tour-Radius noch gesamtdeutsch erweitern werden. Die schwärzeste weiße Soulstimme Deutschlands ist aber auch mit Band, im Trio oder freihändig-vierhändig-akustisch immer eine Konzertempfehlung wert.
  4. Ende Mai/Anfang Juni werden dann eeeeendlich wieder Hazmat Modine bei einigen Deutschlandterminen viele verschiedene Musikstile einatmen und als extrem gut klingende Weltmusik ausatmen.
  5. Im Juni lockt nicht nur eine wunderschöne Kulisse ins Ahrtal: die Klosterruine Marienthal. In malerischen Ruinenmauern findet – wie jedes Jahr – an vier Tagen (Do., 20.06., bis So., 23.06.2013) das kleinkunstandmore-Festival an der Ahr statt. Uns persönlich lockt dabei das Jazzprogramm am Samstag mit  1. dem Klaus Doldinger/Ali Haurand Quartett, 2. den Brüdern Roman & Julian Wasserfuhr und 3. dem Jonas Röser Quartett.

Das alles ist auf jeden Fall nach kurzer Suche schon mal ein vielversprechender Ausblick auf das kult(o)urelle Jahr 2013. Welche dieser Highlights jedoch in meinen persönlichen Kalender passen werden – und damit schließt sich der Kreis dieses Beitrags – steht noch in den im ersten Satz erwähnten Sternen und wird von uns sehr kurzfristig entschieden. Bisher sind nur Tickets für Wilfried Schmickler fest gebucht, der allerdings eher nicht unter die Rubrik Jazz fällt.

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7 Kommentare zu “2013 – im Zeichen des Jazz

  1. Oh, das würde meinen Kindern gefallen, denn die gehen entweder in Berlin oder in Leipzig zum Jazz.
    Hier waren übrigens jetzt Kinder-Jazztage. Meine Güte, es war wunderbar zu hören, welchen Rhythmus die Kinder im Blut haben.
    Hast du eigentlich deine Kastanie vom Herbst noch?

    Einen lieben Gruß von der Gudrun

    • Jazz gibt es in so vielen Spielarten. Ich liebe es harmonisch melodisch, wogegen mein Mann auch gerne mal „schwer verdaulichere Kost“ hört ;-). Aber bei oben genannten Jazzern kommen Stefan und ich auf einen Nenner. Kinder-Jazztage klingt gut, die Jüngsten gehen ja viel unbefangener an alles ran, als wir „Alten“.

      Meine Kastanie? Du meinst diese hier: http://hauchnah.de/2012/09/uebers-ohr-ins-herz-23/ – nicht wahr? Dass Du Dich daran noch erinnerst. Ich hab es im Herbst nicht mehr rechtzeitig in Richtung Kastanienbäume geschafft, um auch nur eine einzige Kastanie zu finden. Na ja, als Ersatz dafür habe dieses wundervolle Lied im Blog verankert … und der Frühling schläft nicht mehr lange unterm Feld. Und wie ist es bei Dir, liebe Gudrun?
      Beste Grüße in Richtung Leipzig
      Eva

  2. Vielleicht schaffe es dieses Jahr endlich einmal wieder auf ein Livekonzert. Nur, alleine ist alles etwas öde.

    • Ach alleine ist auch nicht meins, liebe Elvira. Da kann ich Dich verstehen. Wenn Berlin nur um die Ecke wäre, würde ich Dich ja gerne mal mitnehmen und Du könntest mich zum Ausgleich zu einer Lesung oder einem klassischen Konzert entführen – das sind nämlich die kulturellen Vergnügungen, für die ich sonst keine Begleitung finde (alles Kulturbanausen hier ;-)).
      Liebe Grüße an Dich
      Eva

  3. oha, da muss ich mich (auch) als Kulturbanause outen… bei Jazz hört der Spass auf. Meistens. Ziemlich schnell :mrgreen:

    Mein Freund wollte mich – apropos Klassik – einmal in die Oper ausführen, weil ich noch nie so recht eine Oper gesehen hatte und er mir vor allem vom Erlebnis der Musik vorschwärmte. Ende vom Lied: das Orchester streikte… *haha* Kommt wohl nur alle 50 bis 500 Jahre mal vor; aber wenn ich mal in der dritten Reihe sitze, herrscht Stille. Naja, nicht ganz. Der Pianist hat sich redlich bemüht, das Stück zu begleiten. Aber er wirkte etwas verloren, so ganz allein im Orchester-Graben 😀

    Wünsche Dir viele, viele schöne Feste und Konzerte, liebe Eva!

    • „Meistens“ Jazz-Kultur-Banause … gut, dass es so viele jazzige Spielarten gibt.

      Orchesterstreik in der Oper, einzigartiges Erlebnis. Hast Du das bestellt? 😉

      Lieben Gruß und Dir auch viele exzellente – unbestreikte – Erlebnisse.
      Eva

      PS: Wir haben uns zwischenzeitlich Nils Wülker und Wilfried Schmickler gegönnt – Kontrastprogramm, beides vom Allerfeinsten. Aber zurzeit komme ich mal wieder zu nix, noch nicht mal zum bloggigen Nachkarten dieser beiden Ereignisse.

  4. Pingback: Fast verpasst … | hauchNAH

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