Handwerkskunst

So richtig gemütlich ist es bei uns zurzeit nicht. Wir befinden uns ja noch in der Trocknungsphase, was damit einhergeht, dass drei Räume mehr oder weniger Baustelle sind. Hauptsächlich betroffen ist das Badezimmer, das zwar Platz genug für die Trocknungsgeräte bietet, aber klimatisch jetzt eher nicht zum längeren Verweilen einlädt. Andererseits gehört die morgendliche Schlange vorm Bad nunmehr auch der Vergangenheit an … wenigstens für die nächsten Wochen ;-), bis die Trittschalldämmung unterm Estrich trocken gepustet wurde.

Ihr seht also, es besteht kein Grund für Mitleid; dauert halt nur seine Zeit bis wieder alles im Lot und diese wundervolle Badezimmerdeko abgebaut ist.

Im Rahmen der Wasserschadensbeseitigungsmaßnahmen (schönes Wort – nicht wahr?) begegnete ich unter anderem einem Handwerker, der alle Vorurteile zu bestätigen scheint, die ich eigentlich so nicht habe.

Man braucht nicht immer einen Handwerker zu bestellen,
man kann sein Heim auch selbst ruinieren.
(Ephraim Kishon)

Aber ich will wegen diesem Einen hier jetzt gar nicht nörgeln bzw. altbekannte Stereotypen hervorkramen. Eher im Gegenteil.

Denn je dunkler der Himmel, desto heller leuchten die Sterne; und da strahlt im direkten Vergleich zum Negativbeispiel der Stern unseres Haus-und-Hof-Sanitär-und-Heizungsinstallateurs besonders hell am Firmament. Nicht nur, dass der im Ernstfall recht schnell und zuverlässig reagiert, sondern auch kundenfreundlich mit Blick auf die Kosten arbeitet. Alles rund um Wärme/Wasser sind bei ihm schon länger in guten Händen und er war in dieser aktuellen Angelegenheit ja als erster am Ball bzw. im Bad, um die Schadensquelle zu orten und dann zwei sehr jungen, auffallend höflichen Mitarbeitern das Feld zu überlassen.

Wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne, und bei der Entfernung von Fliesen geht’s nunmal nicht ohne Lärm und Dreck ab. Aber diese beiden jungen Männer haben Fliesen entfernt, Rohre freigelegt, gesäubert und ausgewechselt, ohne dass wir in unserem normalen Tagesablauf besonders beeinträchtigt wurden. Nach getaner Arbeit wurde uns das Bad  vorbildlich sauber übergeben, zusammen mit einer Erläuterung der durchgeführten Maßnahmen. Diese Gesellen haben also nicht nur ihren Arbeitsplatz sondern gleichzeitig auch mit gängigen Klischees über

  • Handwerker,
  • DIE Jugend von heute und
  • die Service-Wüste Deutschland

aufgeräumt.

Na ja, und dieser eine spezielle andere Handwerker war ganz ganz sicher nur die bestätigende Ausnahme – hoffentlich … tapezieren werden wir dann vielleicht doch besser selber!

4 Kommentare zu “Handwerkskunst

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