Funkstille im Wohnzimmer

Mutig wie wir sind, steht für heute etwas Neues auf dem Plan: Die 3 von der Funkstille!

Dieser Abend fängt schon bei der Abfahrt gut an, denn es geht mit dem Zug gen Kölle … und wir sind schon ewig nicht mehr Zug gefahren! Und so stehen wir in Overath auf dem Bahnsteig und vor einem großen Problem: dem Fahrkartenautomaten, dessen Menüvielfalt in etwa vergleichbar mit der einer Subway-Filiale ist. Ein Senioren-Deutsche-Bahn-Fahrkarten-Automaten-VHS-Kurs im Vorfeld wäre ratsam gewesen. Unser Glück, dass routinierte Fahrkartenkäufer weiterhelfen. Köln wir kommen!

Unser Ziel ist das Erste Kölner Wohnzimmertheater, das relativ unscheinbar in einem noch unscheinbareren Gässchen nahe dem Stadtarchiv – bzw. dem, was davon noch übrig blieb – zu finden ist. Ein kleines, liebevoll gestaltetes Schaufenster

Erstes Wohnzimmertheater Köln

sowie ein Plakat in schlichtem Hauseingang

Funkstille im Wohnzimmer

zeigen, wo es lang geht. An der Abendkasse bekommt man für sein Eintrittsgeld keine Eintritts- sondern eine Getränkekarte, auf der an der Theke Getränke und Snacks zu überschaubaren Preisen notiert werden. Bezahlt wird beim Rausgehen. So unspektakulär der Eingang, umso heimliger empfängt uns das Wohnzimmer mit Bühne und Theke; alles mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattet und gestaltet – ein bisschen wie zu Besuch bei Oma …

… und genauso gemütlich ist es dann auch mit nur ca. 70 Gästen. Schon vor der Show steht für uns fest, dass wir hier nicht zum letzten Mal waren. Und hätte mein allerbester, mir anvertrauter Fotograf mal ausnahmsweise auf mich gehört und seine bessere Kamera mitgenommen, könnte ich euch hier ein paar auf-den-Geschmack-bringende Detailfotos zeigen – aber so war das fotografierte Ambiente fast komplett für den endgültigen Papierkorb geeignet. 😉

Und nun zum eigentlichen Anlass des Abends: Die 3 von der Funstille!

Die 3 von der Funkstille

Wer und was sie und welches ihre Beweggründe sind, sagen sie euch ausführlich selber auf ihrer astreinen Homepage, bei Facebook und mit 8 Videos auf ihrem You-Tube-Channel – dem kann ich nicht mehr viel hinzufügen … außer, dass meine 3 Begleiter und ich uns nicht daran erinnern können, uns jemals so intensiv und ohne Unterbrechungen vor Lachen geschüttelt zu haben.

Das Trio trashte sich (im positivsten Sinne) mit gekonnt verpassten Einsätzen, kindlicher Musizierfreude und supergenialen Songs – in denen gemäß dem Motto „Nimm 2 … oder 3 oder 4“ gleich mehrere bekannte Hits zeitsparend in einem verarbeitet wurden – durch den kurzweiligen Abend mitten in die Herzen des Publikums. Moderation in perfektestem Denglisch sowie noch perfektere deutsche Übersetzungen gaben uns den Rest.

Bert = der Arbeitsamtsbeamte, Oleg = das russische Genie und Roy = der King of Superparty hatten die Wohnzimmerbesucher binnen weniger Minuten auf ihrer Seite und im Griff und brachten selbst den größten Muffel auf das Tanzparkett – unser anfänglich zart-vornehmes Lachen endete mit fortgeschrittener Stunde immer öfter in Schnappatmung, lautem Gekreische und unkoordinierten Bewegungen – rhythmisches Klatschen oder halbwegs tontreffendes Mitsingen … absolut unmöglich.

Wir werden die drei auf jeden Fall noch einmal besuchen – ob im Wohnzimmer oder in Wuppertal oder sonstwo – sobald sich unsere Gesichtmuskeln entspannt und das Zwerchfell wieder beruhigt hat. Wer also keine Angst vor Gesichts- und Bauchmuskelkater sowie schrill stilvollem, musikalisch quergedachtem Nonsens hat, dem sei diese Truppe uneingeschränkt empfohlen! Hingehen!!!

Hier dann noch die Foto-Impressionen mit freundlicher Genehmigung meines Haus-und-Hof-und-Wald-und-Wiesen-Hobby-Fotografen Stefan (zum Vergrößern einfach auf die Thumbnails klicken, mit Mausklick auf die rechte oder linke Bildseite bzw. mit den Cursortasten könnt Ihr Euch durch die Bilder blättern):

Und für alle, die jetzt sagen: „Den Blonden da … den kenne ich doch – oder?“, antworte ich mal mit „Kann sein. Das ist Andreas Schleicher alias Andrzej Popolski, der ähnlich aber doch ganz anders hie und da bei den Popolskis mitmischt und auch noch ein paar andere Projekte pflegt!“.

Veröffentlicht am 5. Dezember 2010!

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6 Kommentare zu “Funkstille im Wohnzimmer

  1. Markus Pitsch

    hi andreas

    schön
    das foto mit den flöten :-))
    das hat mich direkt an dein flötensolo bei „sara“ erinnert
    weisst du noch??

    liebe grüße
    mäc#

  2. Ja, die drei Jungs waren und sind echt klasse! Es war ein genialer Abend an einem gemütlichem Ort. Es gehört schon viel dazu mich aus dem Sessel zu heben damit ich das Tanzbein schwinge, aber die Drei haben’s geschaft! Und das Beste war, es tat überhaupt nicht weh. Schmerzen hatte ich nur am folgenden Tag am Kiefer, in der Bauchgegend und an den Oberschänkeln. Auch Tränen waren geflossen – alles nur vom Lachen. Genau so war’s!
    Schön berichtet Eva!

    Grüße
    Stefan

    • Siehste Stefan, die Tränen hab ich unterschlagen … gut, dass du mich erinnerst:
      Frau sollte natürlich nur mit wasserfester Schminke zu dieser Show gehen! 😉

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