Up(to)date – 2

Ungefähr ein halbes Jahr ist es her, dass ich von Software und Plugins blogistisch ausgebremst wurde (nicht nur davon, aber zu einem ziemlich großen Teil).

Zum einen hatte mir eine Lightroom-Aktualisierung die Bearbeitung der Mucher-Musik-Nacht-Fotos vermiest. Es dauerte ein Weilchen bis ich bemerkte, dass das extreme Rauschen in diesem Fall mal nicht meiner fehlenden fotografischen Kompetenz (die ich hier gewiss nicht schönredenschreiben will) zuzuordnen war. Nun denn, Schwamm drüber. Lightroom funktioniert nach einigen weiteren Upgrades wieder halbwegs wie es soll. Aber es ist schade um die Zeit, die ich schon in viele Fotos investiert hatte.

Zum anderen war da noch ein Galerie-Plugin für mein WordPress-Blog. Plugins sind kleine oder auch größere Helferlein, so ein Blog an individuelle Bedürfnisse anzupassen. NextGen Gallery war mein Plugin der Wahl, um die Fotos in Alben zu sortieren und mit Schlagwörtern zu versehen. So ließen sich nach Bedarf die Fotos in unterschiedlichen Zusammensetzungen meinen Beiträgen zuordnen … tja, wenigstens so lange, bis der Entwickler das Plugin einer Firma verkaufte, die es seitdem mehr oder weniger verschlimmbessert hat. Es fiel mir irgendwann eher zufällig auf, dass die Sortierungen nach Tags (Schlagwörtern) nicht mehr funktionierten. Der ein oder andere Besucher wird sich seinerzeit sicher gewundert haben, warum sich zum Beispiel unter Konzertreviews der Erdmöbel auf einmal Fotos von Stefan Gwildis, den Popolskis usw. usf. mischten. Wohl dem, der gut gesichert hat, es blieb mir nämlich letztlich nur ein Downgrade auf eine vorherige Version, damit die Fotos wieder zu den Texten passten. Danach begab ich mich auf die schwierige Suche nach einer brauchbaren Lösung. Die Auswahl an Möglichkeiten ist schier unüberschaubar.

Die WordPress-eigene Mediathek hat sich zwischenzeitlich zwar gut weiterentwickelt, ist mir persönlich aber immer noch zu unkomfortabel. Unter etlichen Plugins fand ich ebenfalls nicht das „Ei des Columbus“. Einen wegweisenden Wink mit dem Zaunpfahl gab mir dann mein weltbester Haus-und-Hof-und-Hobby-Zeitungsleser Stefan mit einer fotografischen Sonderausgabe des Heise-Verlags: c’t Digitale Fotografie, Ausgabe 04/2013 (bei spiegel.de könnt Ihr den Bericht nachlesen). So fand ich – und Stefan natürlich auch – ein neues CMS (Content Management System), das speziell auf die Veröffentlichung  fotografischer oder künstlerischer Portfolios zugeschnitten ist: Koken.

Das Bestechende bei diesem CMS ist, dass ich meine kokenbasierte Site mithilfe eines Zusatzmoduls direkt aus Lightroom heraus „füttern“ kann. Schlagwörter, Kategorien, Beschreibungen, IPTC-Daten etc. werden – in dem Umfang, wie ich das möchte – übernommen, und ich habe dann noch viele weitere Möglichkeiten der Sortierung und Veröffentlichung. Von dort aus lassen sich sehr einfach einzelne Fotos zum Beispiel hier in mein Blog einbetten; das habe ich gestern schon mal mithilfe der wundervollen Dorota bei meinem Popolski-Konzerttipp ausprobiert. Das Originalfoto ist hier veröffentlicht. Ihr seht, es klappt reibungslos.

Nach dieser langen Experimentierphase steht mein Entschluss fest, bei Koken zu bleiben. Alle (umfangreicheren) Fotoalben landen ab jetzt im neuen hauchNAHen Fotoblog. Erste Alben sind schon veröffentlicht, weitere folgen nach und nach und nach …

Bei aller Begeisterung möchte ich hier aber nicht verschweigen, dass sich Koken noch im Beta-Stadium befindet (Versionsstand am 06.03.2014: 0.11). Hie und da hakte es nach Updates natürlich auch bei diesem CMS schon mal, aber bislang war der (leider nur englischsprachige) Support ausgesprochen schnell und hilfreich am Ball. Ein weiteres Manko ist die fehlende Kommentarfunktion. Kommentieren funktioniert nur mittels Plugin über den Service von disqus.com – für mich keine Lösung.

Positiv ist: Koken ist kostenlos und soll es – den Versprechungen der Entwickler zufolge – auch bleiben. Finanzieren wird sich das Projekt dann in näherer Zukunft durch den Verkauf erweiterter Themes und Plugins. Der (Online-)Shop steht bereits kurz vor der Eröffnung. Wir werden sehen, wie es sich dann weiter entwickeln wird. Mir bleiben für alle Fälle meine Bearbeitungen in Lightroom erhalten …

So … und zum guten Schluss sollte dann auch endlich wieder der gute alte Kölner Dom aus meinem Up(to)date – 1 aufgerichtet und auf seinen Sockel gestellt werden. Ordnung muss sein:

Kölner Spitzen

4 Kommentare zu “Up(to)date – 2

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